In Clausthal-Zellerfeld haben mehrere hundert Menschen auf dem Marktkirchenplatz gegen Rechtsextremismus demonstriert. Trotz kalter Temperaturen versammelten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, um ein Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte zu setzen. Die Veranstalter hatten ursprünglich etwa 900 Teilnehmer erwartet, tatsächlich nahmen nach Angaben der Polizei rund 350 bis 400 Menschen an der Demonstration teil. Zwischenfälle gab es während der Veranstaltung nicht.
Zehn Rednerinnen und Redner aus Politik, Kirche, Universität und Gesellschaft richteten sich mit kurzen Beiträgen an die Anwesenden. Sie betonten, wie wichtig es sei, gemeinsam gegen Hass, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit einzutreten. Die Demonstration stand unter dem Motto „Für Demokratie und Vielfalt – Nie wieder ist jetzt“. Viele Teilnehmende brachten Plakate und Fahnen mit und zeigten damit ihre Unterstützung für eine offene und tolerante Gesellschaft.
Zu den Rednern gehörte auch Markus Reith, der in seinem Beitrag betonte, wie wichtig es sei, sich klar gegen rechtsextreme Ideologien zu positionieren und aktiv für demokratische Werte einzustehen. Er rief dazu auf, Verantwortung zu übernehmen und sich gemeinsam für eine offene Gesellschaft einzusetzen.
Organisiert wurde die Kundgebung unter anderem von der Linksjugend sowie weiteren lokalen Initiativen. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, der Technischen Universität Clausthal und verschiedener Vereine beteiligten sich an der Planung und Durchführung.
Einige Redner wiesen darauf hin, dass rechtsextreme Positionen in der Gesellschaft zunehmend sichtbarer würden. Deshalb sei es wichtig, nicht nur in großen Städten, sondern auch in kleineren Orten Haltung zu zeigen. Die Teilnehmenden wollten deutlich machen, dass sie sich für Demokratie, Menschenrechte und ein respektvolles Zusammenleben einsetzen.
Auch junge Menschen beteiligten sich an der Demonstration. Vertreterinnen und Vertreter der Schülervertretung der Robert-Koch-Schule hielten ebenfalls Redebeiträge und riefen dazu auf, sich aktiv gegen Diskriminierung und Extremismus einzusetzen.
Mehrere Rednerinnen und Redner erinnerten zudem an die deutsche Geschichte und mahnten, aus ihr zu lernen. Sie betonten, dass Freiheit, Demokratie und Menschenrechte keine Selbstverständlichkeit seien und immer wieder verteidigt werden müssten.
Am Ende der Kundgebung zeigten sich die Organisatoren zufrieden mit der Veranstaltung. Trotz der geringeren Teilnehmerzahl sei ein wichtiges Zeichen für Demokratie und gegen Rechtsextremismus gesetzt worden.
